Welpen

Buntes Havaneser Welpentreffen
Buntes Havaneser Welpentreffen
Abenteuer erleben
Abenteuer erleben
Schleppleine an unsichere Kandidaten
Schleppleine an unsichere Kandidaten
Bunte Rassenvielfalt mit gleicher Gewichtsklasse
Bunte Rassenvielfalt mit gleicher Gewichtsklasse

 

Nach dem Schlafen, Essen, Toben schnell raus und lösen lassen....
Nach dem Schlafen, Essen, Toben schnell raus und lösen lassen….
spielen mit großem Freund
spielen mit großem Freund
Ausflug mit Groß und Klein
Ausflug mit Groß und Klein
Glückliche Junghunde beim Spiel
Glückliche Junghunde beim Spiel
Kurze Wege und dann ein gemütliches Plätzchen
Kurze Wege und dann ein gemütliches Plätzchen
Fang mich Alter!
Fang mich Alter!
Einfach n ur Träumen....
Einfach nur Träumen….

 

3 -4 x täglich gutes Futter
3 -4 x täglich gutes Futter
....und dann ein Ruheplatz zum Schlafen bitte
….und dann ein Ruheplatz zum Schlafen bitte

 

 

Keiner bestreitet, dass Hunde gleich nach dem Aufwachen anfangen, den Tag zu nutzen; sie konzentrieren ihre gesamte Energie auf das Heute – gestern war gestern und morgen kommt früh genug.

Richtig,—- doch was ist mit denen, die schon eine Geschichte mitbringen? Auch ein Welpe hat übrigens schon eine! Einen Welpen zu sich zu nehmen entspricht ungefähr einer Adoption von einem Zweijährigen Kind—da ist schon viel gelaufen…

Wie gehe ich angemessen damit um…?

Puuh sind die groß!…… Alles gut oder ??IMG_7773

 

 

Hey Süße du bist meine Kragenweite !!

 

Prägung des Welpen einfach und stressfrei        oder                  

„ Warum Welpenspielgruppen out sind!“

 

Als ich vor 20 Jahren meine Hundeschule aufbaute, schaute ich nach den Fragen und Bedürfnissen von Menschen mit Hund.

Viele verstanden damals richtig, dass ein Herausnehmen des Welpen aus seiner Hundefamilie mit Stress und der Abgeschiedenheit von der Hundegesellschaft verbunden war.

Die Lösung schien in Spielgruppen für Welpen zu liegen.

Dort konnten die Kleinen weiter  toben, sich beissen, jagen, rumkugeln und für das Leben lernen. Zusammensein mit Artgenossen, die einen perfekt verstehen macht Spaß und ist oft einfacher und netter als mit den Zweibeinern, die so schwer zu verstehen sind.

Gleichzeitig bot sich so der Erfahrungsaustausch unter den Hundehaltern und die Freude beim Beobachten der kleinen Hunde. —

Wegen des unterschiedlichen Vorwissens der Hundehalter, oft kompletten Neulingen im Zusammenleben mit Hunden, entwickelte sich schnell ein Welpengrundkurs aus diesen Treffen.

Zudem waren natürlich Hunde ganz unterschiedlicher Veranlagung und Größe, aber auch aus ganz verschiedenen Aufzuchtformen zu Gast.Ein Hund von einem engagierten Züchter ist anders als die Hinterhofzucht, die oft alleingelassen eben nur heranwächst, wieder anders der verwahrloste, menschenscheue Welpe aus dem Tierschutz.

In Kursen gab es nun fundiertes Hundewissen, Grundlagen und Tricks und Tipps wie ein Hund lernt, was man ihm leicht beibringt und was beharrlich geübt werden muß.

Je nach Ausrichtung der Hundeschule, dem Erfahrungswissen der Trainer und natürlich besonders dem Engagement der Hundehalter entwickelten sich dann schnell sehr voneinander verschieden erzogene Hunde in einem Kurs.

Zudem hatten die natürlichen Größen der Hunde bald eine gewaltige Bandbreite entwickelt. Zwergpudel, Mops und Terrier und kleine Mix passen noch vom Gewicht, doch das Spielverhalten ist schnell verschieden….Rhodesian Ridgebacks, Schäferhunde, Labrador u.Ä. wachsen schnell, werden schwer und rennen einen kleinen Kameraden leicht um….

Natürlich wäre es schön, wenn alle lernen nett miteinander zu spielen, oder zumindest einander nicht zu verletzen.

Mit viel Sorgfalt, Planung, dem Eingreifen von Zwei-und Vierbeinigen Helfern ist es immer wieder gelungen dies zu bewerkstelligen, zumindest soweit, dass alle auf einem Platz spielten und aufeinander Rücksicht nahmen.

In meinen Welpengruppen wurde mobbing sofort gestoppt, jeder konnte sich in seinem eigenen Tempo einbringen, bekam auch mal Schutz angeboten oder wurde eindeutig ausgebremst — wir hatten viele schöne, lustige, friedliche Spielrunden mit kurzen Zeitabschnitten und Erholung danach. Dann kleine konsequente Lerneinheiten.

Ehrlicherweise gebührt dabei meinen Althunden, die dort an der Erziehung der Welpen beteiligt waren die größte Ehre. So schnell und präzise an der richtigen Stelle ein Machtwort zu sprechen kann aber wahrhaftig nicht jeder erwachsene Hund.

Casper, mein Zwergpudel hatte die Fähigkeit als Wiesenchef gerade großwerdenden Hunden früh Respekt vor Kleinen beizubringen.

Doch mit der Zeit fanden sich immer unterschiedlichere Ansprüche, oft wollte man einfach nur beim Spiel der Kleinen zuschauen,

– ein verantwortliches Handeln bei der Welpenerziehung fiel den Menschen schwer. Sie waren langsam und mit zu wenig Kenntnis wann und warum eingegriffen werden sollte. Das musste erst eingesehen und gelernt werden.

— oder große Pläne was aus dem Hund mal werden soll, er alles früh können musste

– und immer häufiger nur die kurze Urlaubszeit zum Gewöhnen des Welpen an einen dann oft langweiligen, manchmal einsamen Alltag.

 

Kurz : es hat in den letzten 20 Jahren stark zugenommen, dass Menschen Welpen kaufen, die eigentlich gar nicht gut mit einem Hund zusammenleben können. Diese finden sich dann neben den verantwortlich angeschafften Welpen der Menschen, die sich ein fröhliches aber wohlüberlegtes Leben mit Hund wünschen.

Der Besuch nur einer Welpenspielgruppe bedeutet nicht: Ich habe Hundeschule gemacht!

– Leider bleibt oft der Hund trotzdem nicht allein, zieht an der Leine, spielt rüpelhaft, lässt sich nicht abrufen, kann keine Ruhe halten neben mir….usw.

Immer häufiger kommen dann Menschen mit Junghunden, jungen erwachsenen Hunden in die Hundeschulen, die Welpengruppen besuchten und völlig überreizt, nervös und hyperaktiv nun in der Pubertät für ihre Menschen eine echte Plage sind.

Alternative: Einzeltraining und kontinuierliche Teilnahme an den Hundegruppengängen!

Für mich war die Konsequenz zu fragen, was denn nun heute Menschen auf ihrem Weg mit Hund am meisten helfen kann. Welche Form der Welpenerziehung ist denn eigentlich für den Hund am besten, natürlich verstehbar und artgerecht??

Dazu ist eine kurze Betrachtung der Fakten nötig.

Wir holen Welpen im Alter zwischen der 8. und 12. Lebenswoche zu uns, nehmen sie aus ihrer Familie — ihrem Rudel, das Sicherheit, soziale Integration und Nahrung bot. Was sie dann erst mal neu finden müssen.

Der Mensch macht sich dieses Bedürfnis des Hundes zunutze. Gerade dadurch erhalten wir gefolgstreue vierbeinige Kameraden, Hunde eben.

Hunde sind ein Leben lang mit uns zusammen und lernen auch so immer weiter. Anders Wölfe, die nur für kurze Zeit im Familienverband alles lernen müssen oder gar eine Prägung wie bei Gänsen, die unauslöschbar sofort nach der Geburt stattfindet. Wir sprechen also bei Hunden nur von prägungsähnlichem Lernen!

Also kann auch ein Hund der in ruhiger Familienumgebung aufgewachsen ist mit plötzlichen neuen Reizen wie z.B. dem Gewussel und Lärm eines Flughafens zurechtkommen?

Nein, eigentlich muss man sagen, gerade der ruhig in sicherer Umgebung aufgewachsene Hund bewältigt Umweltstress zusammen mit seinem Familienrudel problemlos !!!

Probleme bekommt eher der Welpe, der reizüberflutet ein strenges Welpenprogramm absolvieren musste.

In der Natur sind klare Grenzen gegeben: Etwas geht, lohnt sich oder geht nicht – lohnt nicht!

So sieht das angelegte Lernverhalten von insbesondere Raubtieren aus. – Unsere Erziehung des Welpen sollte ihm also Gelegenheit geben auch so zu lernen.

Ein Beispiel:

Zieht der Hund an der normalen Leine und kommt voran, wird er weiter ziehen! – Ganz einfach: Gehe ich mit lockerer Leine voran, lernt der Hund es ist nur eine Verbindung, die Signale übermittelt, stop=geht nicht, locker, kein Leinenzug=wir gehen gemeinsam in eine Richtung, die geht.

Vom ersten Moment konsequent angewandt, wäre damit ein großes Problem  vieler Hundehalter nicht existent !!!

Übrigens gibt die FlexiLeine mit ihrer ZugStoppVorrichtung genau diesem Prinzip Raum. (hier: zieh=Hund bestimmt Tempo und Richtung, Stop = lockere Leine, Mensch bestimmt den Weg) Leider bedienen aber viele Menschen dieses Hilfsmittel nicht korrekt und ernten einen Dauerzieher auf vier Beinen!

Lernt der Welpe also nach diesem Prinzip am leichtesten, versteht man auch warum z.B. das Klickertraining ( Positives bestärken) in vielen Bereichen so erfolgreich ist.

Nur das Grenzen setzen ist hier nicht Natur gemäß. Ein Ausbleiben der Belohnung entspricht nicht der Natur, hier gibt es auch schnelle negative Rückmeldung.( Siehe: eine Hundemutter die zu fest die Welpenzähne zu spüren bekommt… Da sieht man sofort ein hundgemäßes Abstrafen durch Anstarren und Knurren, Gebrüll, Schnauzengriff oder Umstoßen)

Was ist die praktische Konsequenz für das Training mit Welpen? 

Ich erlebe jetzt seit zwei Jahren das in meiner Hundeschule, was ich schon immer mit meinen eigenen Welpen erfahren konnte:

Wir lassen die kleinen Vierbeiner erst mal ankommen in unserem Leben!

  • Eine Einzelstunde am Anfang damit noch so manche praktische Frage geklärt werden kann, Tipps zur Einrichtung des Welpenalltags ist hilfreich.

Da wird kein großer Menschenauflauf organisiert, sie sind eben da, lernen nach und nach alle kennen, die zu unserem Lebenskreis gehören. Es gibt kein Sonderprogramm, sie machen einfach in meinem Leben mit.

  • Leinegehen ist einfach, wenn der Hund noch keine Erfahrungen damit hat, die erste Teilnahme am Gruppenspaziergang bedeutet ein von vielen beschnüffelt werden und brav aushalten. Der Weg wird an der Leine und hauptsächlich auf dem Arm des Besitzers zurückgelegt! Gespielt mit gleicher Gewichtsgruppe!

Das heißt eben auch dabei sein im Alltag, evtl.bei Berufstätigkeit. Aber eben ohne Stress! Sie sind viel auf dem Arm und gucken, sind kurz dabei und schauen dann aus der Hundebox oder dem Rucksack zu, haben einen sicheren Raum d.h. Laufgittergestell und mehrere Ruheplätze.

  • Der Alltag in Ihrem Leben hat nun neue Intervalle, wer bringt den Hund raus, spielt, wer füttert, gewährt Ruhe, übt das Alleinebleiben

Natürlich dürfen sie andere Hunde kennenlernen, angemessen und ruhig. Mal kurz spielen mit gleicher Gewichtsklasse und lernen respektvoll älteren Hunden zu begegnen, diese auch in Ruhe zu lassen, auch mal nicht gut da ankommen…

Immer aber erfährt der Hund den Sozialpartner Mensch als zuverlässig und Richtungsgebend!

Dann gedeiht der Welpe gut, lernt was nötig ist für den Alltag, Spezialwissen nur in kleinen Portionen ( z.B. Suchen, Apportieren etc.) wächst in die Hundegesellschaft hinein und wird tatsächlich „mein Hund“.

Gelegentliche Einzelstunden helfen richtig zu üben und die kontinuierliche Teilnahme an den Gruppenspaziergängen sichert ein soziales Verhalten und sicheren Gehorsam auch in Gegenwart anderer Hunde!

 

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